GESCHICHTE DER SAMMLUNG

GESCHICHTE DER SAMMLUNG

Die Kunstsammlung Eccel Kreuzer umfasst derzeit rund 1.500 Werke aus der Zeit seit 1900. Sie stammen von mehr als 300 Künstler*innen. Zu den Säulen des Bestandes zählen die Werke dreier Maler, mit denen die Familien Eccel und Kreuzer über Jahrzehnte befreundet waren: Hans Ebensperger, Karl Plattner und Peter Fellin.

Die Anfänge der Sammlung gehen auf den Unternehmer und Kunstmäzen Friedrich Eccel und seine Frau Hilde Eccel Tapfer zurück. Sie hegten großes Interesse an zeitgenössischem Kunstschaffen (Malerei, Skulptur und Architektur) inner- und außerhalb Südtirols und begannen in den 1950er Jahren zu sammeln.

Josef Kreuzer, der Schwiegersohn des Paares, schilderte die Kunstförderung von Friedrich Eccel im Interview mit Carl Kraus: „Mein Schwiegervater Ing. Friedrich Eccel war ein Kunstmäzen der besonderen Art. Er beschränkte sich nicht darauf, von den Künstlern Werke anzukaufen, sondern er beherbergte einige Künstler über Monate und Jahre in seiner großen Villa in der Quireiner Straße.“

Die Beziehungen der Familie Eccel zu den Künstler*innen waren auf tiefe Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung aufgebaut. Vor diesem Hintergrund entstand eine umfangreiche und in Teilen bedeutende Kunstsammlung der Gesamttiroler Moderne mit dem Schwerpunkt Malerei.

Die Tochter des Paares, Eva Eccel, teilte die Interessen der Eltern. Sie studierte Kunstgeschichte in Innsbruck und Wien, verfasste in den 1980er und 1990er Jahren mehrere Publikationen zu Tiroler Kunst und wurde zu einer wichtigen Kunstkritikerin in Südtirol. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Richter Josef Kreuzer, erweiterte sie die von ihren Eltern angelegte Kunstsammlung.

Nach der Trennung des Ehepaares Kreuzer-Eccel Ende der 1990er Jahre fiel das Laubenhaus mit dem Großteil des heutigen Sammlungsbestandes an Josef Kreuzer. Bis zu seinem Tod 2017 erweiterte er die Sammlung wesentlich – unter dem Motto „Von Ala bis Kufstein“. So entstand eine umfassende Dokumentation der Malerei der Moderne aus den Regionen Tirol, Südtirol und Trentino.